30
Juni 2020
Dienstag
20:30-22:30
Stiffelio
Oper von Giuseppe Verdi

Zum Stück

Für eine italienische Oper des 19. Jahrhunderts besticht Verdis Stiffelio durch einen äusserst untypischen Plot: Ein evangelischer Priester steht im Konflikt zwischen persönlicher Eifersucht und geistlicher Pflicht. Seine Frau hat ihn betrogen, er wird fast zum Mörder und schlägt seiner Frau schließß lich die Scheidung vor. Die Oper endet im vermeintlichen Lieto fine mit christlicher Begnadigung. Das Werk wurde zunächst Opfer der Zensurbehörde, dann der Theater, die sich nicht wagten, das Stück in seiner ursprünglichen Fassung aufzuführen. Verdi selbst arbeitete Stiffelio schliesslich in eine andere Oper mit dem Titel Aroldo um. Nicola Raab, die in St.Gallen bereits ihre Interpretationen von Janáčeks Das schlaue Füchslein und Zwickers Der Tod und das Mädchen vorgestellt hat, wird Verdis ursprüngliche Version des skandalösen Stoffes auf dem Klosterhof zum Leben erwecken.

«Wehe, wenn ich betrogen bin!»

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